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Altholz Recycling

Fachgerecht recycelt

Sie haben einen Altholz-Container bestellt oder planen die Altholzentsorgung und fragen sich, was danach mit dem Holz geschieht? Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen transparent, wie Altholz aus Bau, Sanierung oder Rückbau erfasst, aufbereitet und recycelt wird.

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KOPP Umwelt Redaktion | veröffentlicht am 11.11.2025 | Lesedauer ca. 7 Minuten

Was bedeutet Altholz-Recycling?

Unter Altholz-Recycling verstehen wir die geordnete Erfassung, Sortierung und Aufbereitung von gebrauchten Holzprodukten – vom Dachstuhl aus dem Rückbau bis zum alten Schrank aus der Wohnungsauflösung. Je nach Belastung und Herkunft wird Altholz in Klassen (A I–A IV) eingeteilt und unterschiedlichen Verwertungswegen zugeführt.

Auf dieser Seite erfahren Sie, wie wir Altholz erfassen, welche Holzarten recycelbar sind, was mit behandeltem Holz passiert und welche Rolle Holz Klasse 4 spielt. Wir zeigen Ihnen den Recyclingprozess Schritt für Schritt, erklären rechtliche Grundlagen und geben Ihnen Antworten auf häufige Fragen rund um Altholzentsorgung und Verwertung.


Vom Container zur Verwertung – so läuft Altholz-Recycling ab

Damit aus Altholz wieder ein sinnvoller Rohstoff werden kann, braucht es eine saubere Trennung, klare Prozesse und kontrollierte Anlagen. Der folgende Ablauf zeigt, was nach der Abholung Ihres Altholz-Containers passiert – transparent und nachvollziehbar.

Prozessdarstellung Schritte & Aufbereitung
  1. Schritt 1: Abholung des Altholz-Containers
    Das Altholz wird mit unseren Spezialfahrzeugen abgeholt und zur Aufbereitungsanlage transportiert. Bereits hier achten wir auf sichere Ladungssicherung und eine klare Trennung von anderen Abfallströmen.
  2. Schritt 2: Annahmekontrolle & Verwiegung
    In der Anlage wird der Container verwogen und das Altholz optisch kontrolliert. Wir prüfen, ob es sich überwiegend um sortenreines Altholz handelt oder ob Störstoffe wie Kunststoff, Gips oder Metall in größerem Umfang vorhanden sind.
  3. Schritt 3: Sortierung nach Altholzklassen
    Das Material wird nach Altholzklassen (z. B. unbehandeltes Holz, beschichtetes Holz, Holz mit Holzschutzmitteln) vorsortiert. Behandeltes Holz und insbesondere Holz Klasse 4 (z. B. kesseldruckimprägniertes Holz) werden klar getrennt und gesondert verwertet oder entsorgt.
  4. Schritt 4: Zerkleinerung & Aufbereitung
    Recycelbares Altholz wird in mehreren Schritten zerkleinert, gesiebt und von Metallen oder Fremdstoffen befreit. So entstehen definierte Fraktionen, die als Holzhackgut oder Späne weiterverwendet werden können.
  5. Schritt 5: Verwertung als Rohstoff oder Energie
    Je nach Qualität wird das aufbereitete Altholz stofflich verwertet (z. B. in der Holzwerkstoffindustrie für Span- oder MDF-Platten) oder energetisch in zugelassenen Feuerungsanlagen eingesetzt. Nicht verwertbare Reststoffe werden fachgerecht entsorgt.
  6. Schritt 6: Dokumentation & Nachweise
    Für gewerbliche Kunden werden die relevanten Daten dokumentiert und auf Wunsch entsprechende Entsorgungs- und Verwertungsnachweise bereitgestellt. So können Sie die Altholzentsorgung gegenüber Auftraggebern, Auditoren oder Behörden transparent belegen.

Welche Altholz-Materialien werden wie recycelt?

Nicht jedes Holz lässt sich gleich gut recyceln. Entscheidend sind Herkunft, Behandlung und Verschmutzungsgrad. Eine saubere Trennung bereits auf der Baustelle oder beim Rückbau erleichtert die Aufbereitung und senkt die Kosten. Die folgende Übersicht zeigt, welche Altholzarten gut recycelbar sind – und welche nur mit Einschränkungen oder gesonderter Entsorgung behandelt werden können.

Materialübersicht Recycelbar & nicht recycelbar

Recycelbar

Mineralisch
  • Unbehandeltes Bauholz (Altholz A I): Balken, Bretter, Latten ohne Beschichtung oder Holzschutzmittel – ideal für eine stoffliche Verwertung.
  • Innenausbauholz & Möbelholz (Altholz A II): gestrichenes oder lackiertes Holz ohne Holzschutzmittel, Regale, Schränke und Türen ohne Glas oder große Metallbeschläge.
  • Holzwerkstoffe (Altholz A III): Spanplatten, OSB- und MDF-Platten aus Möbeln oder Innenausbau, wenn keine Holzschutzmittel eingesetzt wurden.
  • Paletten & Verpackungsholz: Europaletten, Einwegpaletten, Kisten und Verschläge aus Holz ohne starke Verschmutzungen, Folien oder Gurte.
  • Geringfügige Metallanteile: Nägel, Schrauben und kleine Beschläge werden in der Aufbereitung mit Magneten und Technik weitgehend entfernt.

Diese Fraktionen können in der Regel zu Holzhackgut, Spänen oder anderen Recyclingprodukten aufbereitet und stofflich oder energetisch genutzt werden.

Nicht recycelbar

Separat entsorgen
  • Holz Klasse 4 (kesseldruckimprägniertes Holz): Terrassendielen, Gartenholz, Spielgeräte und Zaunelemente mit Holzschutzmitteln gehören nicht in den normalen Altholz-Strom und müssen gesondert entsorgt werden.
  • Bahnschwellen, Leitungsmasten & stark belastetes Holz: Holz mit Teeröl, Altanstrichen oder anderen problematischen Stoffen erfordert spezielle Behandlungswege.
  • Stark verschmutztes Holz: Holz, das mit Erde, Bauschutt, Putzresten, Öl oder Chemikalien verunreinigt ist, kann häufig nicht direkt recycelt werden.
  • Verbundmaterialien: Holz mit großen Anbauten aus Metall, Kunststoff, Glas oder Dämmstoffen muss getrennt werden oder in andere Abfallarten eingestuft werden.
  • Brand- und Schimmelholz: je nach Schadensbild gesondert zu bewerten – bitte vorab mit uns abstimmen.

Für Holz Klasse 4 und andere belastete Hölzer bieten wir eigene Entsorgungslösungen an. So stellen wir sicher, dass auch diese Materialien fachgerecht behandelt werden.


Rechtliche Grundlagen & Qualitätsstandards beim Altholz-Recycling

Altholz-Recycling unterliegt in Deutschland klaren gesetzlichen Vorgaben. Für Sie als Kunde ist wichtig: Ihr Altholz wird in zugelassenen Anlagen behandelt, die regelmäßig überwacht werden und definierte Qualitäts- und Dokumentationspflichten erfüllen.

Rechtsrahmen Qualitätsstandards

Rechtliche Grundlagen

  • Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG): regelt die Vorrangstellung von Vermeidung und Verwertung vor Beseitigung und bildet den Rahmen für eine ressourcenschonende Altholzentsorgung.
  • Altholzverordnung (AltholzV): definiert Altholzklassen (A I–A IV) und legt fest, wie unterschiedliche Holzsorten erfasst, behandelt und verwertet werden dürfen.
  • Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV): ordnet Altholz konkreten Abfallschlüsseln zu, z. B. 17 02 01 „Holz aus Bau- und Abbruchmaßnahmen“ – die technische Basis für eine rechtssichere Einstufung.
  • Weitere technische Regeln und Merkblätter: je nach Einsatzgebiet, z. B. Vorgaben zur Qualität von Sekundärbrennstoffen oder Recyclingholz in der Holzwerkstoffindustrie.

Wir übersetzen diese Vorgaben für Sie in klare Prozesse und sorgen dafür, dass Sie Ihre Pflichten als Abfallerzeuger erfüllen können.


Warum Altholz-Recycling so wichtig ist

Holz ist ein wertvoller, begrenzter Rohstoff. Indem wir Altholz getrennt erfassen und gezielt recyceln, schonen wir Wälder, reduzieren CO₂-Emissionen und stärken regionale Kreisläufe. Richtig durchgeführte Altholzentsorgung ist damit weit mehr als „nur“ Entsorgung – sie ist ein Baustein nachhaltiger Kreislaufwirtschaft.

Umwelt- & Standortvorteile

  • Ressourcenschonung: Aufbereitetes Altholz ersetzt frisches Holz in der Spanplatten- und Holzwerkstoffindustrie und trägt dazu bei, weniger Primärholz einzusetzen.
  • CO₂-Einsparung: Wer Altholz recycelt, verlängert den Kohlenstoffspeicher im Material und verringert den Bedarf an energieintensiven Primärrohstoffen.
  • Regionale Wertschöpfung: Die Aufbereitung und Verwertung von Altholz findet häufig in regionalen Anlagen statt – das schafft Arbeitsplätze und kurze Transportwege.
  • Entlastung von Deponien: Durch eine geordnete Altholzentsorgung wird nur ein kleiner Teil der Reststoffe deponiert; der überwiegende Anteil wird sinnvoll genutzt.
  • Rechtssichere Entsorgung: Klar definierte Altholzklassen und geprüfte Anlagen sorgen dafür, dass Ihr Altholz gemäß den gesetzlichen Vorgaben behandelt wird.

Häufige Fragen zum Altholz-Recycling

Was passiert mit meinem Altholz, nachdem der Container abgeholt wurde?

Ihr Altholz wird in einer zugelassenen Anlage angenommen, gewogen und kontrolliert. Anschließend wird es nach Altholzklassen sortiert, zerkleinert und von Fremdstoffen befreit. Je nach Qualität dient es dann als Rohstoff für Holzwerkstoffe oder wird in geeigneten Anlagen energetisch verwertet. Nicht verwertbare Reststoffe werden fachgerecht entsorgt.

Wird Altholz wirklich recycelt oder nur verbrannt bzw. deponiert?

Ein großer Teil des sortenreinen Altholzes wird stofflich recycelt, z. B. in der Spanplatten- oder MDF-Produktion. Minderwertige Fraktionen werden energetisch genutzt, etwa in speziell dafür zugelassenen Feuerungsanlagen. Nur kleine, nicht verwertbare Anteile werden deponiert. Ziel ist immer, Recycling vor Beseitigung zu stellen.

Welche Rolle spielt Holz Klasse 4 beim Recycling?

Holz Klasse 4 (z. B. kesseldruckimprägniertes Holz) enthält Holzschutzmittel und andere Zusätze. Es darf nicht wie normales Altholz recycelt werden und benötigt eigene Entsorgungswege. Deshalb ist es wichtig, dieses Holz getrennt zu sammeln und nicht im Container für unbehandeltes oder nur beschichtetes Holz mitzuentsorgen.

Welche Nachweise bekomme ich als gewerblicher Kunde für die Altholzentsorgung?

Gewerbliche Kunden erhalten auf Wunsch Entsorgungs- und Verwertungsnachweise, z. B. über die übergebene Menge und den gewählten Entsorgungs- bzw. Verwertungsweg. Diese Dokumente unterstützen Sie bei internen Audits, Zertifizierungen oder gegenüber Auftraggebern und Behörden.

Lohnt sich Altholz-Recycling auch bei kleineren Mengen?

Ja. Auch kleinere Mengen lassen sich über passende Altholz-Container oder Sammelstellen geordnet erfassen und recyceln. Wichtig ist, dass Sie Altholz möglichst sortenrein halten und problematische Stoffe wie Holz Klasse 4 getrennt entsorgen. So bleiben die Entsorgungskosten im Rahmen und das Material kann bestmöglich genutzt werden.


Fazit – Altholz recyceln statt wegwerfen

Mit einer geordneten Altholzentsorgung stellen Sie sicher, dass Ihr Holz nicht einfach „verschwindet“, sondern kontrolliert recycelt oder verwertet wird.

Saubere Trennung, klare Prozesse und zertifizierte Anlagen sorgen dafür, dass Sie Ressourcen schonen, rechtssicher handeln und die Kosten im Blick behalten. Im Onlineshop finden Sie passende Altholz-Container mit transparenten Pauschalpreisen.

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